Auf Kurztrip mit der Luxusyacht Emerald Azzurra
Die Emerald Azzurra, 110 Meter purer Luxus und Exklusivität, schwimmend auf dem Wasser. Als absoluter Yachtfreak musste ich nicht zwei Mal gefragt werden, ob ich Lust hätte, eine Reise auf diesem Schiff anzutreten. Wer mich kennt weiß nämlich, wo ich in jedem meiner Urlaube zu finden bin: Genau, am Yachthafen. Ein lang geträumtes Gefühl von Freiheit und Luxus wird mit dieser Reise nun für mich wahr. Organisiert wurde die Reise wie immer vorbildhaft von THE TRAVEL BIRDS.

Eine Mischung aus kindlicher Vorfreude und Neugier ist es, die ich verspüre, als ich diese wunderschöne Yacht im Port of Venice zum ersten Mal erblicke. Modern, groß, luxuriös sind die ersten Worte, die mir durch den Kopf schießen. Mit sieben Decks, ihren 50 Kabinen und max. 100 Gästen an Bord ist sie die einzige Yacht dieser Art und hebt den Kreuzfahrt-Urlaub wahrlich auf ein neues Level. Nachdem ich angekommen bin und mich etwas frisch gemacht habe, geht die Reise für mich los: Die Yacht will erkundet werden. Ich beginne auf Deck sieben, dem obersten Deck, und fühle mich sofort pudelwohl. Dort befinden sich ein beheizter Whirlpool und eine Bar. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, um die atemberaubende Aussicht auf Venedig genießen zu können. Doch die Neugier ist größer als die Lust zu verweilen, und so geht es ein Deck tiefer zu einem weiteren Pool, einer Chillout-Area und einem Bistro. Sofort fallen mir die Badetücher von Missoni auf, die jedes Luxusherz höherschlagen lassen und ein cooler Eyecatcher sind. Auf Deck drei schließlich befindet sich noch das Restaurant mit einem Außen- und Innenbereich.
Doch da geht es auch schon los: Die Yacht legt ab und wird von zwei Schleppern am Markusplatz vorbei, mit Einblick in den Canal Grande, und schließlich raus aus Venedig gezogen. Ein wirklich einzigartiger Moment in der Abenddämmerung, den zu erleben mit dieser Schiffsgröße noch möglich ist und die Reise sehr exklusiv und besonders beginnen lässt.
Über Nacht geht es dann zu unserem ersten Ziel nach Rijeka. Nachdem wir morgens im Hafen angelegt haben, beschließe ich die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Zuerst einmal schaue ich mir die anderen dort liegenden Yachten an, bevor es für mich weiter in die wunderschöne Altstadt geht. Beeindruckt von den vielen hübschen kleinen Cafés, gönne ich mir einen Espresso und – auf Empfehlung eines Freundes – die wohl beste Cremeschnitte der Welt im bekannten Café Cacao. Zum Abendessen bin ich wieder an Bord und werde kulinarisch erstklassig verwöhnt. Eine Auswahl an unterschiedlichen Gerichten wird von sehr freundlichem Personal in mehreren Gängen serviert. Für gemütliche und entspannte Stimmung an Bord der Emerald Azzurra sorgt währenddessen Livemusik.
Über Nacht geht die Fahrt weiter nach Zadar. Um das Anlegemanöver gut beobachten zu können, nehme ich in der Observation Lounge mit tollem Blick nach vorne Platz. Der Raum lädt mit seiner entspannten Atmosphäre zum bequemen Verweilen ein, während man in einer Auswahl an Büchern schmökern oder einen Kaffee trinken kann. Doch dafür ist heute keine Zeit, denn ich nehme an einer geführten Tour auf die 60 km lange Insel Pag teil. Dort besuchen wir eine der berühmten Käsereien, dürfen nicht nur die Produktion besichtigen, sondern den exklusiven Käse auch verkosten. Angeblich ist der Käse der beste in ganz Kroatien, behauptet unser Guide. Interessant ist, dass der Käse mit einer Art Marinade aus Asche eingerieben wird, bevor er zur Reifung ins Regal gebettet wird. Seinen einzigartigen Geschmack bekommt der Käse durch die speziellen Bedingungen, die auf der Insel herrschen. Die Insel ist zwar nicht besonders grün, doch die Schafe nehmen mit dem Gras auch das viele Salz der Insel auf, was sich wiederum auf die Milch auswirkt. Ich als absoluter Käseliebhaber finde die Kostproben delikat. Wo wir schon beim Salz sind: Unser nächster Stopp ist ein Salzmuseum, wo uns Einblicke in die frühere Salzgewinnung gewährt werden. Noch heute wird hier, in der größten Salzproduktion ganz Kroatiens, Salz produziert.
Auch die Altstadt von Pag ist einen Besuch wert, und man kann eine sehr alte Tradition der Insel bestaunen – die Spitzenerzeugung. Sie hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert, wo die Spitze eine wichtige Zierde von Frauengewändern, Leinenhemden und Kopfbedeckungen war. Bis heute ist die Spitze fixer Bestandteil der kroatischen Nationaltracht.
Ein für mich außergewöhnlich schönes und zugleich interessantes Bauwerk ist die Brücke Paski Most, eine Betonbogenbrücke, die die Insel Pag mit dem kroatischen Festland verbindet. In der kargen, fast vegetationslosen Landschaft am südwestlichen Ende der Insel wirkt sie beinahe, als komme sie aus einer anderen Welt.
Auch in Zadar selbst gibt es viel zu entdecken und besichtigen. Ein absolutes Highlight ist die Morske Orgulje oder auch Meeresorgel genannt. Die Töne entstehen durch die Wellenbewegungen des Meeres unter großen Steinplatten. Genauer gesagt befinden sich unter dem Meeresspiegel 35 verschieden große und lange Röhren. Diese Röhren münden in Orgelpfeifen. Durch das Ein- und Ausfließen von Wasser entstehen Töne. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, dieses experimentelle Musikinstrument klingen zu hören. Schöpfer dieses architektonischen Objekts ist der Architekt Nikola Basic, und die Meeresorgel ist nicht sein einziges Kunstwerk in Zadar. »Gruß an die Sonne« nennt sich das zweite Highlight. Eine Fläche aus dreihundert vielschichtigen Glasplatten sorgt abends für ein herrliches Lichtspiel und wird gleichzeitig als öffentliche Beleuchtung für die ganze Promenade genutzt.
Zum Abschluss gibt es in Zadar noch den laut Einwohnern schönsten Sonnenuntergang der Welt zu bewundern. Und was soll ich sagen: Mit Cocktail in der Hand und grooviger Livemusik an Bord der Emerald Azzurra ist das satte Farbenspiel in Rot-Orange ein wirklich atemberaubendes Erlebnis.

Am darauffolgenden Tag laufen wir zeitig in der Früh in den Hafen von Šibenik ein. Ein exklusives Erlebnis, das wegen der im Vergleich zu Kreuzfahrtschiffen geringen Größe gerade noch möglich ist, da die Einfahrt in den Hafen sehr eng ist. Das Frühstück wird an Bord mit wunderschönem Panorama auf die Stadt serviert. Dann geht es für mich von Bord und rein in die Innenstadt. Dort begebe ich mich auf Erkundungstour, finde die Kathedrale des heiligen Jakob, eine Festung, den Platz der Republik und die alte Loggia, ein wunderschönes, zweistöckiges Gebäude mit offener Säulenhalle, in der sich heute ein Café befindet. Dann lerne ich noch den so freundlichen wie spannenden Künstler Nikola Vlašić, kennen, der in seiner Galerie hübsche kleine Skulpturen ausstellt, die nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch überaus witzig sind. Zu Mittag startet der Ausflug mit dem Bus nach Krka. Im Nationalpark gibt es die berühmten Wasserfälle und Naturpools zu sehen. Ein Stück unberührte Natur, mit insgesamt etwa 860 verschiedenen Pflanzenarten und über 220 Tierarten, das mich staunen lässt. Weiter geht es dann mit einem Ausflugsboot entlang des Krka River nach Skradin. Dort könnte es theoretisch passieren, dass man zufällig Bill Gates über den Weg läuft, denn wie viele andere Prominente auch macht er hier Jahr für Jahr Urlaub auf seiner Yacht, um die Ruhe zu genießen. Genau die, eine himmlische Ruhe, genieße ich gemeinsam mit einem weiteren vortrefflichen Abendessen wieder an Bord der Emerald Azzurra bei sensationeller Aussicht in der malerischen Abendstimmung von Šibenik.
Das letzte Ziel meiner Reise am darauffolgenden Tag ist die Insel Hvar, auf die wir über Nacht Kurs nehmen. Man nennt sie das Monte Carlo von Kroatien, und die Bezeichnung trifft genau ins Schwarze. Hvar hat eine sehr exklusive und wunderschöne Altstadt zu bieten. Dort angekommen gibt es die Möglichkeit, die Insel zu besichtigen oder sich in Wassersportarten zu probieren. Ich entscheide mich für letzteres und verliebe mich in einen Seabob. Sollten Sie unbedingt versucht haben!
Dann ist es auch schon Zeit, mich von dieser fantastischen Yacht zu verabschieden, denn leider kann ich nicht die gesamte Reiseroute dabei sein. Der Job ruft. In Salzburg stehen die Shootings zu dieser Ausgabe an. Abschließend möchte ich noch die Freundlichkeit des Kapitäns betonen. Captain Julian und die gesamte Crew waren sehr nett und zuvorkommend, als ich die Brücke besichtigen durfte, und haben mir einen tiefen Einblick in diese hochmoderne Yacht mit ihrer Spitzentechnologie gegeben. Danke für dieses großartige Erlebnis, die einzigartigen Momente, das tolle Essen, die vielen netten Menschen.
Das Beeindruckendste aber war für mich, neben dem sanften Gleiten übers Meer, das einen oft vergessen lässt, dass man überhaupt unterwegs ist, der Service: Auf nur 100 Passagiere kommen auf der Emerald Azzurra ganze 74 Crewmitglieder. Mit dem doch meist recht anonymen Dasein auf einer Kreuzfahrt hat das nicht das Geringste zu tun. Man fühlt sich jeden Moment der Reise umsorgt und wertgeschätzt. Die Größe des Schiffes lässt es auch zu, Buchten anzusteuern, die für Kreuzfahrtschiffe tabu sind. Ich werde das Gefühl von Freiheit auf dem Meer wohl noch länger im Herzen tragen.
Gepaart mit der perfekten Organisation durch THE TRAVEL BIRDS wird eine Reise auf der Emerald Azzurra so zu einem perfekt inszenierten Wechselspiel zwischen Naturerlebnis und luxuriösem Genuss.
Text & Fotos: Andreas Kolarik, Pompei Luca
THE TRAVEL BIRDS
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